Bis vor einigen Jahren gab es unter evangelikalen Christen einen Konsens zum Thema der Homosexualität. Innerhalb der deutschen evangelikalen Bewegung wird nun immer kontroverser diskutiert. Mit einigen Vorläufern war es die Erklärung des Vorstands des BEFG im Jahr 2013 welche die Spannungen deutlich machte.

Aktuell wird im neuen Pro-Medienmagazin (04/2015) dieses Themas, anhand der Lebensgeschichte des ehemaligen Baptistenpastors Wolf Bruske behandelt. Das Interview mit ihm hier:

Bisher wurde dieses Thema in diesem Jahr vor allem aufgrund des Vortrags von Prof. Zimmer geführt (hier die Stellungnahmen von Johannes Hartel und des Bibelbundes). Des weiteren erschien das Buch Homosexualität von Carsten Schmelzer. In diesem Buch vertritt der (dieses Jahr leider verstorbene) evangelikale Theologe, dass Homosexualität vom Schriftbefund grundsätzlich negativ bewertet ist, Christen aber nicht zum Buchstabenglauben verurteilt sind und es im Christentum Platz für beide Ansichten geben muss. Somit wird es jeden freigestellt homosexuell zu leben und auch Trauungen durchzuführen.
Die Aktualität des Themas zeigt sich auch darin, dass der Vorsitzende der Evangelischen Allianz, Michael Diener 2014 folgende Ausführungen schrieb.

Ich vermute, dass dieses Thema innerhalb den evangelikalen Kreisen immer stärker und auch heftiger diskutiert werden wird. Tatsächlich bleibt auch bei einer negativen Beurteilung der Homosexualität (welche ich anhand des biblischen Befundes eindeutig teile), die Frage wie wir als Gemeinden seelsorgerlich die Betreuung wahrnehmen, aber ohne die Wahrheit außen vor zu lassen und dennoch in Liebe.