Die Verkündigung des RG hängt mit dem Ruf zur Umkehr/Buße zusammen (Mt 3,2; Mk 1,15). Alle sind eingeladen, in das RG einzugehen (Mt 22,1-14).
Das RG muss man annehmen wie ein Kind (Mk 10,45).
Lippenbekenntnisse reichen zum Eintritt nicht aus (Mt 7,21). Ebenso wenig die Gerechtigkeit der Pharisäer und Schriftgelehrten (Mt 5,20). Die Voraussetzung ist die neue Geburt aus Wasser und Geist (Joh 3,3-5).
Im Doppelgleichnis vom Schatz im Acker und der kostbaren Perle (Mt 13,44-46) zeigt Jesus, dass das Empfangen des RG mit dem Preis der Nachfolge verbunden ist.
 Wer ins RG eingeht, hat damit auch den Auftrag der Nachfolge. Er ist aufgefordert, ein Zeuge Jesu zu sein (Mt 28,19-20, Lk 9,60) und mitzuarbeiten (Mt 21,1-16). Die Botschaft des Reich Gottes wird Auswirkungen haben (Mt 13,3-9).
Die Möglichkeit des Eingehens in das RG liegt im Sieg Jesu, durch seinen Sühnetod am Kreuz begründet (vgl. u.a. Mk 10,45). Somit ist das Eingehen und Teilhaben am RG soteriologischer Natur.
Ebenso existiert die Möglichkeit, das Eingehen in das RG zu versäumen (Mt 25,1-12). Auch die Möglichkeit, bewusst nicht in das RG einzugehen existiert. Diesen Vorwurf machte Jesus den Schriftgelehrten und Pharisäern. Während sie proklamierten, mit ihrer Erkenntnis den Schlüssel zum Gottesreich zu besitzen und durch ihre Predigten die Menschen danach hungrig machten, lehnten sie Jesus als Messias ab und gingen somit nicht in das RG ein. Sie versuchten das Volk von der Jüngerschaft abzuhalten und versuchten somit die, die hinein wollten, am Eingehen zu hindern (Mt 23,13).
—————————————–