Gottes Gerechtigkeit im AT

Volker Gäckle schreibt hierzu:

In Ps 51 entsteht eine sehr interessante Spannung zwischen zwei Dimensionen der Gerechtigkeit Gottes, nämlich einmal der Heil schaffenden Gerechtigkeit für die Frommen, dann aber auch der richtenden und Lohn bzw. Strafe zuteilenden Gerechtigkeit gegenüber den Gottlosen. […]
Allerdings kann das Verständnis des Begriffs in den hebräischen Texten nicht auf die Bedeutung von „Rettung“ reduziert werden  „Gerechtigkeit“ taucht stets im Kontext eines Disputs oder eines Rechtsstreits auf: Wenn Gott Rettung erwirkt für sein Volk, dann richtet er Gerechtigkeit auf für sie gegenüber den Feinden und gegenüber sich selbst. Rettende Gerechtigkeit und Zorn sind unterschiedliche Aspekte des selben Ereignis.[..]
Gott schafft dadurch Heil, dass er Recht schafft. In Jes 51,6 wird deutlich, dass Gottes Gerechtigkeit nicht nur sein Volk zum Ziel hat, sondern auch sich selbst. […] Wenn Gott daher einen Rechtsstreit mit seinem Volk führt, geschieht dies immer durch Zorn und Verdammung, sodass Rettung und Gerechtigkeit durchbrechen können. […] Rettende und vergeltende Gerechtigkeit sind also untrennbar aufeinander bezogen.

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