81470_nt_wright_die_auferstehung_des_sohnes_gottesZur Zeit lese ich u.a. das Buch von N.T. Wright Die Auferstehung des Sohnes Gottes.
Einige interessante Passagen möchte ich euch nicht vorenthalten. Im Bezug auf Paulus und die Auferstehung schreibt Wright Folgendes:

Die „gute Nachricht“, die Paulus im Sinn hat, ist die Verkündigung Jesu, des davidischen Messias Israels, als des auferstandenen Herrn der Welt. […]Der Punkt, um den es hierbei für unsere Zwecke geht, lautet: Jesus wird aufgrund seiner Auferstehung als derjenige gesehen, der er ist – mit all der Bedeutung die Paulus dieser Identifizierung beilegen wird.
[…]
Jeder, der irgendetwas über Messiase wusste, wusste, dass ein Messias, der von den Heiden gekreuzigt worden war, ein gescheiterter Messias war, eine Täuschung. […] Doch niemand, nicht einmal seine engste Freunde und Mitarbeiter, hätten in ihren kühnsten Träumen gesagt, er sei trotz allem der Messias, bis nach seinem gewaltsamen und schmachvollen Tod etwas anderes passiert war, das sie veranlasste, dies zu denken […] Wenn wir jedoch beides zusammenbringen [Auferstehung und Jesu Leben, Taten und Lehren – Anmerkung J.T.] – was die frühen Christen taten, inklusive Paulus kurz vor seiner Bekehrung – ist das Ergebnis klar.
[…]
Es ist unmöglich, dass irgendetwas außer der Auferstehung in dem Sinne, den der Begriff sowohl im antiken Heidentum als auch im Judentum zur Zeit des zweiten Tempels hatte, diese Wirkung haben konnte. […]
Innerhalb von Paulus‘ Welt ist kein anderer verfügbarer Referenzpunkt außer der körperlichen Auferstehung vorstellbar […]