EKD verurteilt Luthers Judenfeindschaft

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Luther und seine Beziehung zu den Juden ist ein schwieriges Thema. Ein Thema in welchem der große Reformator schwerwiegende Entgleisungen von sich gegeben hat.
Die EKD verurteilt diese nun. Die Tagesschau berichten Folgendes:

In einer in Bremen einstimmig beschlossenen Kundgebung distanziert sich die EKD-Synode von den antisemitischen Aussagen Luthers und anderer Reformatoren. Luthers Empfehlungen zum Umgang mit Juden hätten Schmähungen und Forderungen nach vollständiger Entrechtung und Vertreibung der Juden eingeschlossen.

„Im Vorfeld des Reformationsjubiläums können wird an dieser Schuldgeschichte nicht vorbeigehen“, heißt es in dem Text. Das weitreichende Versagen der evangelischen Kirche gegenüber dem jüdischen Volk erfülle mit Trauer und Scham. Aus dem Erschrecken über theologische Irrwege und dem Wissen um Schuld am Leid der Juden erwachse eine besondere Verantwortung, jeder Form von Judenfeindschaft entgegenzutreten.
[…]
Luthers Judenfeindschaft gilt als große Belastung für die Geschichte der evangelischen Kirche und wird den Schattenseiten im Wirken des Reformators zugerechnet. In Briefen und Schriften hatte sich Luther wiederholt mit den Juden befasst. In einem Brief vom August 1514 stellte sich der Reformator noch hinter den Humanisten Johannes Reuchlin, der sich gegen die Verbrennung jüdischer Schriften wandte. 1523 veröffentlicht Luther die Schrift „Dass Jesus Christus ein geborener Jude sei“. 1538 folgt das Pamphlet „Wider die Sabbather“, 1543 die berüchtigte Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“. Auch wenn sich keine einfachen Kontinuitätslinien ziehen ließen, „konnte Luther im 19. und 20. Jahrhundert für theologischen und kirchlichen Antijudaismus sowie politischen Antisemitismus in Anspruch genommen werden“, heißt es in der Synoden-Kundgebung.

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