Burnout

stress-864141_1920Burnout ist bei Theologen und Pastoren wie ein Schwert des Damokles, das über einem hängt – zumindest theoretisch und leider oft auch in der Praxis. Zu oft fällt es herunter. Schließlich kann man immer mehr machen, die Arbeit vermehrt sich scheinbar über Nacht und die Zeit um Sport zu machen oder mit der Familie zu genießen wird immer weniger.
Ich bin auf einen spannenden Beitrag von Prof. Pfeiffer und Dr. Schweyer dazu gestoßen.
Teile möchte ich hier zitieren.

Mögliche Ursachen

In der Regel ist es eine Kombination von verschiedenen Faktoren, die zur Erschöpfung führen. Ich halte die Einteilung von Pfeifer für sehr hilfreich. Er unterscheidet vier Felder:
1. Die Arbeit im engeren Sinn: Überforderung, zu viele Projekte, zu wenig klare Strukturen, unklare Erwartungen, wenig Anerkennung, Konflikte am Arbeitsplatz.
2. Beziehungen in der Familie und im Umfeld: Mehrfachbelastungen, Herausforderungen mit Kindern und Eltern, Eheprobleme, Beziehungsnöte, Erbstreitigkeiten, kaum Freizeit, wenig bereichernde Kontakte. Rückzug führt dazu, dass es die freundschaftlichen Treffen kaum mehr gibt, in denen man einfach da sein kann, fröhlich und lustig, ernst und traurig, humorvoll und witzig, nachdenklich.
3. Faktoren der Persönlichkeit: je gewissenhafter und ehrgeiziger jemand ist, desto höher die Burnout-Gefährdung, Perfektionismus.
4. Die körperliche Gesundheit, die für eine ausgewogene geistige Leistung wesentlich ist: wenig Sport, ungesunde Ernährung, wenig Schlaf, Suchtmittel.

Vorbeugende Einstellung

Engagement und Gelassenheit statt Maximierung des Erfolgs
Das Gegenteil von Erfolgsmaximierung ist nicht Passivität. Engagement ist erwünscht. Wenn aber Engagement gepaart ist mit Gelassenheit, dann wird der Erfolgsmaximierung ein Riegel geschoben. Wie könnte das aussehen?
Balance von Aktivität und Ruhe; […]
Engagement entsprechend der Begabung. […]
Damit gesundes Engagement möglich ist, braucht es gesunde Strukturen.[…]
Geduldig sein.[…]
Menschen lieben.[…]
Sich nicht über Erfolg und Misserfolg definieren.[…]

Es sei wärmstens empfohlen den ganzen Artikel zu lesen – zu finden ist er hier.

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