panzer-1013598_1920…zumindest bei Christen.

Christlicher Pazifismus.
Dürfen Christen im Militär oder für die Polizei von der Waffe Gebrauch machen und ggf. sogar töten?
Müssen Christen den Dienst an der Waffe verweigern, oder sollten sie es?
Ist es nicht notwendig, dass Kriege geführt werden; wie z.B. gegen Hitlerdeutschland im 2.Weltkrieg oder gegen das Terrorregime des IS?
Im Bewusstsein, dass solche Kriege nicht immer zu verhindern sind und der Staat leider in manchen Fällen dazu gezwungen sein kann, möchte ich den christlichen Pazifismus ziterien und zur Disputation stellen, welchen T. Geddert in seinem Buch Verantwortlich Leben, in viert Thesen darlegt:

  1. Ich kann meine Loyalität dem Reich Gottes gegenüber klarer zeigen, wenn ich mich weigere, diese endgültige Loyalität einem Reich dieser Welt zuzugestehen.

  2. Ich möchte nicht das Risiko eingehen, für mein Land einen Glaubensbruder oder eine Glaubensschwester zu töten.

  3. Ich möchte nicht das Risiko eingehen, einen Nicht-Bruder, eine Nicht-Schwester im glauben zu töten und ihm oder ihr dadurch die Chance nehmen, Jesus Christus kennenzulernen.

  4. Das Neue Testament lehrt uns: Die Einstellung Jesu zur Gewalt, als er selbst ungerecht behandelt wurde, als er verspottet wurde, als er gekreuzigt wurde – das ist das Vorbild, dem wir nacheifern sollen.

Mir ist bewusst, dass es gerade in Kriegshandlungen, oder auch in der Terrorabwehr, Entscheidungen gibt, welche alle in ethischen Grauzonen stattfinden. Daher möchte ich nochmals betonen: Diese Thesen sind keine Ethik für Staaten, sondern sie sind für einzelne Christen gedacht.
Ich persönlich halte sie für gut durchdacht. Sie haben Elemente die einem überzeugen können. Ich halte sie für nachdenkenswert.