Suche die Fehler – oder die Frage nach dem göttlichen Zweck?

Biblische Hermeneutik ist bzgl der Inspirationsfrage ein heiß diskutiertes Thema.
In seinem spannenden Buch Biblische Hermeneutik schreibt Gerhard Maier zu dem Thema ob die Bibel Fehler enthalten kann, ein spannender Beitrag. Hier ein Ausschnitt seines Fazits zur Meinungsbildung:

a) Das zur Schrift gewordene Wort Gottes ist vollkommen verläßlich und fehlerlos im Sinne seiner göttlichen Zwecke, also von Gott her betrachtet.
b) Der menschliche Ausleger muß die Offenbarung sagen lassen, was sie selbst sagen will. Er kann sie nicht seinen eigenen Ansprüchen unterwerfen und ihr (historisch oder andere) Auskünfte abzwingen, die sie gar nicht geben will. Der Anspruch des Auslegers, der sich mit der Offenbarung auf dieselbe Stufe stellen will, wird zur Anmaßung. Wir müssen, um es mit Luthers einprägsamen Formulierungen auszudrücken, >>die Apostel und Propheten lassen auf dem Pult sitzen und wir hinieden zu ihren Füßen hören, was sie sagen, und nicht sagen, was sie hören müssen<<.

5 thoughts on “Suche die Fehler – oder die Frage nach dem göttlichen Zweck?

  1. Ich mag die Formulierung: The Father doesn’t lie in His Spirit’s Word about His Son. Die Wahrheit der Schrift ist für mich untrennbar mit den schriftlichen Aussagen über Gott selbst. Übrigens, hast du Pipers A Particular Glory gelesen?

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  2. Sehr gute Einstellung! Wenn ich nicht daran glauben würde, dass die Bibel von Gott inspiriert ist- auf was genau würde sich der Glaube denn dann gründen. Und Auch wenn es vielleicht/ bestimmt hier und da irgendwelche Abschreibfehler gibt – Gott wacht über seinem Wort und so wie es jetzt da steht, dient es definitiv noch seinen Zweck und sagt, was es sagen soll.

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  3. Nach meiner Erfahrung findet man in der Bibel keine Widersprüche. Außerdem jetzt vor Weihnachten, wer in der Bibel Geburtsdatum Christi findet, dem sende ich ein Champagner :-)!

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  4. o Bruder Haskovec – dann darf ich wohl Ihre Erfahrung etwas ergänzen…
    Die Zuverlässigkeit der Bibel beruht auf beobachtbaren Tatsachen – ihre Selbstevidenz, diagnostische Kompetenz und charakterverändernde Kraft
    (www.matth2323.de/weshalb-hat-die-bibel-autoritaet/) und gottlob nicht auf dem zweifelsfreien Nachweis der Widerspruchsfreiheit. Wäre es so, wäre das Fundament doch einigermaßen wacklig: (www.matth2323.de/ist-die-irrtumslosigkeitsdoktrin-der-wirksamste-schutz-vor-bibelkritik/). Die Frage ist nur, inwieweit Ihnen eine unvoreingenommene ehrliche Sicht auf die Texte ohne Pflicht zur Anpassung an die Erwartungen Ihrers religiösen Umfelds erlaubt ist. Seien Sie sicher, Gott bleibt treu, auch wenn man ehrliche Fragen stellt.
    Mit brüderlichem Gruß
    Christian Rahn

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