Biblische Hermeneutik ist bzgl der Inspirationsfrage ein heiß diskutiertes Thema.
In seinem spannenden Buch Biblische Hermeneutik schreibt Gerhard Maier zu dem Thema ob die Bibel Fehler enthalten kann, ein spannender Beitrag. Hier ein Ausschnitt seines Fazits zur Meinungsbildung:

a) Das zur Schrift gewordene Wort Gottes ist vollkommen verläßlich und fehlerlos im Sinne seiner göttlichen Zwecke, also von Gott her betrachtet.
b) Der menschliche Ausleger muß die Offenbarung sagen lassen, was sie selbst sagen will. Er kann sie nicht seinen eigenen Ansprüchen unterwerfen und ihr (historisch oder andere) Auskünfte abzwingen, die sie gar nicht geben will. Der Anspruch des Auslegers, der sich mit der Offenbarung auf dieselbe Stufe stellen will, wird zur Anmaßung. Wir müssen, um es mit Luthers einprägsamen Formulierungen auszudrücken, >>die Apostel und Propheten lassen auf dem Pult sitzen und wir hinieden zu ihren Füßen hören, was sie sagen, und nicht sagen, was sie hören müssen<<.