An seinen Freund Beskendorf schreibt Luther folgenden Ratschlag bzgl das Gebet:

Darum ist es gut, dass man das Gebet am frühen Morgen das erste und am Abend das letzte Werk sein lasse. Und man hüte sich sorgfältig  vor diesen falschen, trügerischen Gedanken, die da sagen: Warte ein wenig, in einer Stunde will ich beten, zuvor muss ich dies oder das erledigen. Denn mit solchen Gedanken kommt man vom Gebet weg in die Arbeit, die einen festhält und umfängt, so dass aus dem Gebet den ganzen Tag über nichts wird.