Zitat der Woche: Messiasleiden & Gottesentfremdung

cross-1375765_1920Hans F. Beyer schreibt in seinem Markus-Kommentar (HTA) zu den Vorkommnissen nach dem sog. Petrusbekenntnis, als Petrus Jesus das Kreuz ausreden wollte, Folgendes:

Dies bedeutet, dass die populäre Messiaserwartung längst den sicheren Boden göttlicher Vorsehung und Prophetie verlassen hat, indem sie sich auf wenige atl. Aussagen einschränkt und politische Erwartung (z.T. aufgrund der Makkabäerzeit) viel zu stark in den Vordergrund schiebt. Sie setzt sich dabei vor allem über das fundamentale Problem der Entfremdung von Gott leichtgläubig und oberflächlich hinweg. […]
Jegliche Religion oder Lebensphilosophie, die diese Wurzelprobleme der grundsätzlichen Entfremdung von Gott sowie der Macht Satans überspielt oder verharmlost […], widersetzt sich, wie im Fall des Petrus, letztendlich der Herrschaft Gottes und seinem Willen. Es geht hier also um die grundsätzliche Tatsache, dass der Mensch aus seiner eigenen idealistischen Perspektive keinen stellvertretend leidenden Messias benötigt. Nur aus der offenbarten Perspektive Gottes erkennt der Mensch seine schwerwiegende Entfremdung und Feindschaft gegen Gott […] sowie die Macht Satans; er realisiert damit, dass er auf den stellvertretenden leidenden und sodann herrschenden Messias existenziell angewiesen ist.

 

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