Paulus und das Gewissen

compass-1795451_1280Wer in der heutigen Zeit vom Gewissen spricht, der kennt das schlechte Gewissen, dass er hat wenn er scheinbar etwas Böses tat. Doch ist das Gewissen eine Fähigkeit Gutes und Böses zu unterscheiden?
Folgende Ausführungen habe ich bei Baltes gefunden:

Für ihn [Paulus] ist das Gewissen keine unabhängige moralische Instanz, sondern eher so etwas wie ein „innerer Kompass“, der dem Menschen hilft, sich an Gottes Geboten auszurichten. Die Maßstäbe für Gut und Böse werden also nicht vom Gewissen selbst gesetzt, sondern sie sind außerhalb des Menschen vorgegeben. Das Gewissen hilft dem Menschen dabei, sein eigenes Verhalten an diesen Maßstäben zu messen und zu beurteilen.
[…]
Der Kompass ist aber nicht dafür da, die Richtung vorzugeben. Sondern er richtet sich nach einem Nordpol, der außerhalb seiner selbst ist. Ein gut funktionierender Kompass weist daher in die richtige Richtung, aber er bestimmt sie nicht.

One thought on “Paulus und das Gewissen

  1. „Der Gewissensbiss ist, wie der Biss des Hundes gegen einen Stein, eine Dummheit.“

    Friedrich Nietzsche

    Ob und inwieweit er Recht hat, steht natürlich auf einem anderen Blatt Papier. Jedoch scheint auch diese Sichtweise manchmals im Einklang mit dem 1. Johannesbrief zu sein.

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