Tertullian und die Kindertaufe

In dem Buch von Konrad Bussemer „Die Gemeinde Jesu Christi“ habe ich folgendes über Tertullian und die Kindertaufe gefunden, in dem er aus einer völlig anderen Richtung gegen sie argumentiert (die heute sicherlich nicht so häufig vertreten wird):

Der vielgenannte Kirchenvater Tertullian (-220) bekämpfte sie noch, allerdings aus dem Grund, weil er glaubte, daß die nach der Taufe begangenen Sünden keine Vergebung finden könnten und es daher verkehrt sei, wenn „das schuldlose Alter sich zur Vergebung dränge“.

13 thoughts on “Tertullian und die Kindertaufe

  1. Aber man wird doch wohl noch sagen dürfen, dass diese Form der Argumentation völliger Bulls**t ist!?!?!?!?!?!?!?! Hier wird es nicht nur von der Logik sehr seltsam auch eine theologische Betrachtung im allgemeinen kann solche Aussagen nicht stützen….

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  2. Die Frage lautet, von welcher Taufe Tertullian ausging? Die Taufe des Johannes hat ja nichts mit der christlichen Taufe gemein, wusste dies Tertullian??!

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  3. Aber selbst wenn die Taufe des Johannes nichts mit der christlichen Taufe gemein hat und Tertullian dies wusste, kann ich dessen Argumenationslinien nicht nachvollziehen. Bruni Lehmann, ich würde zwischen den beiden Taufen schon auch Gemeinsamkeiten entdecken: So wird in beiden Fällen mit Wasser getauft und ebenso werden die Täuflinge untergetaucht. Es handelt sich auch zumindest nach meinem Verständnis um eine Taufe, bei der die Täuflinge alt genug sind, sich für diesen Schritt zu entscheiden.

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    1. Markus 1:4 Johannes kam und taufte in der Wüste und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden.
      Die Taufe des Johannes hat nichts aber auch gar nichts mit der christlichen Glaubenstaufe zu tun, aus dem einfachen und schriftmässigen Grund, dass es zur Zeit des Herrn Jesus keine Christen gab.
      Wer aus den Evangelien christliche Lehre versucht abzuleiten, geht in die (oder wird) Irre!

      Lieber Gruss
      Bruno

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  4. Ziatat Bruno Lehmmann: „Wer aus den Evangelien christliche Lehre versucht abzuleiten, geht in die (oder wird) Irre!“

    Genau diesen Satz möchte ich kritisch hinterfragen. Was Jesus sagt ist Evangelium pur und wer Jesus sieht, der sieht Gott, den Vater. Näher der christlichen Lehre und dem biblischen Gott kann man gar nicht kommen, als sich mit Jesus zu beschäftigen.

    Daher kann ich den von dir zuletzt genannten Satz lieber Bruno nicht ganz nachvollziehen. Um etwas konkreter zu werden: Ich halte ihn für falsch und für hochproblematisch!!!

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    1. @Philosoph Kannst du und sollst du (hinterfragen), (hinter-)frage dich aber auch, zum WEM sprach der Herr Jesus!
      In keinem der 4 Evangelien haben wir christliche Lehre (Belehrung ja, Lehre NIE), wie auch, gab es zur Zeit Jesus die Gemeinde??!
      Lg

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    2. @Bruno: Ich habe den Verdacht, dass hier Haare gespalten werden! Der Mensch sehnt sich gewiss nach absoluter Sicherheit und möchte gerne möglichst vieles kategorisieren und systematisieren. Aber die Evangelien lassen sich nicht so einfach systematisieren und schon gar nicht von dem Bereich „christliche Lehre“ abspalten. Schon in den Evangelien wird von vielen Menschen berichtet, die zum Glauben an Jesus kommen und da kann man nicht einfach sagen, die müssten sich alle nochmals bekehren, sobald Pfingsten Realität wurde. Allein das Gebot der Feindesliebe ist christliche Lehre pur (wird natürlich auch von Paulus aufgegriffen, dessen Briefe ja vor den Evangelien enstanden sind).

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    3. Zitat: „(wird natürlich auch von Paulus aufgegriffen, dessen Briefe ja vor den Evangelien enstanden sind.)
      Wer solches von sich gibt, ist weit entfernt von der Heiligen Schrift!
      Wer einem solchen eine Plattform gibt, gehört zur gleichen Kategorie!

      Tut Busse ist ein gut gemeinter Rat!

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    4. Ich habe eine gut gemeinte Frage: Wo wäre das Problem, wenn die Evangelien später als die Paulus-Briefe aufgeschrieben worden wären? Hast du eine Bibelstelle oder ein sonstiger Befund, welcher auf etwas anderes Hinweist? Wenn ja, bin ich offen für Korrektur oder wie du sagst „Buße“ :-)!

      Und noch ein gut gemeinter Rat: Hänge die unwichtigen Fragen nicht so hoch und nimm deine persönliche Erkenntnis nicht allzu wichtig. Wir alle fehlbar und keiner hat alle Erkenntnis für sich gepachtet!

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    1. „hardcore“? Nun, Gottes Wort lehrt ganz klar die Dispensation! Man muss lesen wie es steht und nicht hinein interpretieren!
      Meinte auch ich könnte die Apostelgeschichte 1 zu 1 übernehmen, sprich Dämonenaustreiben,Sprachenreden usw.
      Bis ich merkte, dass es bei der Apostelgeschichte (eig. „die Taten der Apostel“) um Geschichte handelt und nicht um Lehre!
      Wenn man sich natürlich in der Pfingst-Charisbewegung aufhält, wird es schwierig diese biblische Wahrheit zu erkennen, weil man einen anderen Geist in sich wohnend hat!

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    2. Bisher habe ich den dispensationalistischen Ansatz vor allem in der buchstäblichen Auslegung diverser Bilder in der Offenbarung kennen gelernt. Muss da manchmal schmunzeln, wie wichtig den Auslegern dort ist, bestimmt Bilder als buchstäblich auszulegen. Und wenn dann ein Bild offensichtlich nicht buchstäblich verstanden werden kann, dann heißt es, dass es hier ganz klar nur symbolisch gemeint sei. Naja….Ist vielleicht eher eine Anfrage an unsere Phantasie und unser Vorstellungsvermögen…..Aber wäre ja langweilig, wenn alle gleich denken 🙂

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