Evil an the Justice of God – Eine Rezension

Das Leid wird oft als der Fels des Atheismus bezeichnet.
Ein guter Gott und Leid in der Welt.
In der letzten Zeit habe ich dazu das Buch „Evil and the Justice of God“ von N.T. Wrigth gelesen.
Wright geht hier ein heißes Eisen an. Es ist ein Thema an dem sich Autoren versteigen können, oder sich auch die Finger verbrennen.

Wright geht das Thema anders an.
Nachdem er einleitend sich die Frage stellt wie das Böse heute in unserer Gesellschaft wahrgenommen wird, geht er im zweiten Kapitel auf die Frage ein wie Gott mit dem Bösen in unserer Welt umgeht. Hier kommt er nicht auf eine pauschalisierende Antwort, sondern er zeichnet Linien von Gottes Geschichte mit seinem Volk, und mit einzelnen Menschen wie Hiob nach. Er beschreibt hier Gott, der in seiner Welt handelt und der insgesamt das Problem des Bösen lösen wird.
Im dritten Kapitel geht es um das Böse und um den gekreuzigten Gott. Wright beschreibt hier das Kreuz als Gottes Weg um das Böse, mit all seinen Wurzeln zu besiegen. Wright sieht hier eine Linie, die von Abraham bis zum Kreuz hin geht, die Gottes Weg mit dem Menschen beschreibt. (Nicht vertiefend eingehen kann ich darauf, dass Wright am Rande erwähnt, dass er das „Jesus-Viktor Modell“ eher vertritt).
Dann schlägt Wright den Bogen zu Gottes erneuerten Welt. Er zeichnet auf, wie diese neue Schöpfung  kein Leid mehr beinhaltet. Er schlägt aber auch Wege vor um als Christen in der Welt mit dem Bösen umgehen können, wie Versöhnung gelingen kann. Er sieht die Vergebung die wir von Gott empfangen und das vergeben unseren Mitmenschen gegenüber als den Weg an um das Böse zu bekämpfen.

Mein Gesamteindruck war, dass dieses Buch einen anderen, spannenden Weg geht um das Thema des Leides zu behandeln. Ich konnte viele Gedankenanstöße bekommen, auch dann wenn ich nicht überall Wrights Weg 100% zustimmte. Es lohnt sich für die, welche sich weiter mit dem Thema auseinandersetzen wollen.

Offenbarung und Eschatologie

Donald Carson hat einen großartigen Vortrag über Eschatologie und das Buch der Offenbarung gehalten.

Hier kann er gesehen werden:

Ein Gebet der Puritaner

Lass mich diesen Widerspruch verstehen,
dass der Weg, der abwärts geht, nach oben führt,
dass ich erhöht bin, wenn ich am Boden liege,
dass ein zerbrochenes Herz ein geheiltes Herz ist,
dass ein bußfertiger Geist ein jubelnder Geist ist,
dass eine bußfertige Seele eine siegreiche Seele ist,
dass wenn ich nichts habe, ich alles besitze,
dass wenn ich mein Kreuz aufnehme, ich eine Krone trage,
dass geben nehmen heißt, dass das Tal der Ort des Schauens ist.
Herr am hellichten Tag können aus den tiefsten Schächten heraus
Sterne gesehen werden, und je tiefer die Gruben sind,
desto strahlender leuchten deine Sterne.
Lass mich dein Licht in meiner Dunkelheit entdecken,
dein Leben in meinem Tod,
deine Freude in meinen Sorgen,
deine Gnade in meiner Sünde,
deinen Reichtum in meiner Armut,
deine Herrlichkeit in meinem Tal.

Ein puritanisches Gebet

Jesus und der Sabbat

Hat Jesus den Sabbat gebrochen oder sogar aufgehoben?
Viele Christen die ich kenne würden sofort mit „ja natürlich“ antworten.  Denn schließlich hat Jesus am Sabbat geheilt, den Jüngern erlaubt Ähren zu rupfen, usw.
Thomas Schirrmacher ist der Ansicht, dass Jesus nie den Sabbat gebrochen hat, sonder sich auf alttestamentliche Ausnahmeregelungen berufen hat. Er schreibt (Ethik 4):

Jesus lehrte am Sabbat (Mk 1,21; 6,2; Lk 4,16+31) und hat überhaupt in jeder Hinsicht den Sabbat gehalten. In keiner der Auseinandersetzungen um den Sabbat zwischen Jesus und den Pharisäern hebt Jesus den Sabbat auf. Jedesmal geht es um die frage, was am Sabbat gestattet ist und was nicht, eine Frage, die sich gar nicht gestellt hätte, wenn der Sabbat von Jesus aufgehoben worden wäre.

Im Bezug auf Jesu Handlungen am Sabbat argumentiert Guido Baltes (Jesus, der Jude), dass Jesus z.B. bei Heilungen am Sabbat begründete, dass er das Sabbatgebot achtete und seinen Zuhörern erklärte, dass eine Heilung am Sabbat nicht verboten ist, weil diese ihn nicht breche. Jesus demonstrierte also nicht eine „Freiheit“ die religiöse Regeln brechen wollte.

 

Zitat der Woche: Rechtfertigung und Welt

Ist das Ziel der Kirche eine Parallelgesellschaft oder soll sie in der Gesellschaft aufgehen?
Das Zitat der Woche beschäftigt sich damit:

Als die Gerechtfertigten werden wir von der in dieser Welt noch herrschenden Gottlosigkeit geschieden, aber wir werden nicht in einen Binnenraum versetzt, in dem die Geschicke der Welt und der Menschen, die noch in Gottesferne leben, uns gleichgültig sein können.
Rechtfertigungsfrömmigkeit ist somit keine weltabgewandte Jenseitsfrömmigkeit.
Nicht zur Abwendung von der Welt, auch nicht zur Anpassung an die Welt, aber zum Zeugnis, zur Hoffnung und zum Gebet für die Welt ist die Gemeinde Jesu Christi gerufen.

Aus: Dogmatik II, Gottes Weg mit dem Menschen (Joest & von Lüpke).

Podcast: Hart aber Herzlich

Marcus Hübner und Gunnar Schröder haben einen Podcast gestartet.
Ich bin jetzt endlich dazu gekommen ihn anzuhören.
Er ist hörenswert:

Effektives Bibellesen

Dr. Whitney über die Frage des persönlichen Bibellesens:

Bibel TV Porträt: Siegfried Zimmer

Siegfried Zimmer und die Evangelikalen – die Beziehung ist sicherlich nicht immer nur ganz einfach.
Die einen feiern ihn als wichtigen Brückenbauern, die anderen, zu denen auch ich gehöre, teilen viele seiner Positionen nicht, oder werfen ihm teils auch Polemik vor.
Es ist allerdings immer hilfreich mehr über den Menschen selbst zu erfahren,  anstatt ihn zu verurteilen.
Wer mehr also mehr über den Mensch Siegfried Zimmer erfahren will, kann dieses Porträt von Bibel TV anschauen:

 


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Gedanken zur Jahreslosung 2017

Auf deutsch.logos.com wurden folgende Gedanken von mir zur Jahreslosung 2017 veröffentlicht (siehe hier):
__________________

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
(Hesekiel 36,26)

Im Dezember 1967 führte der Arzt Christiaan Barnard in Südafrika die erste Herz-Transplantation der Welt durch. Die Operation wurde als ein Meilenstein gefeiert. Der Patient lebte danach ganze 18 Tage weiter, bevor er verstarb.
Wenn Gott dagegen hier von einem neuen Herzen spricht, dann ist der Risikofaktor wie bei diesem Ereignis nicht vorhanden. Es geht um eine Transplantation, deren Ergebnis für die Ewigkeit hält.

Die Frage nach dem Warum

Wenn Sie den Text der Jahreslosung lesen, dann können Ihnen viele Gedanken und Fragen durch den Kopf gehen. Wozu brauchen wir heute dies Versprechen? Wozu benötigen wir ein „neues Herz“ und einen „neuen Geist“?
Weiterlesen „Gedanken zur Jahreslosung 2017“

Fundamentalismus-Verhütung

In dem Buch von Thomas Schirrmacher Fundamentalismus wenn Religion zur Gefahr wird, nennt er einige Möglichkeiten um sich als Einzelner vor dem Einfluss von fundamentalistischen Strömungen zu schützen. [Hinweis: Mit Fundamentalismus wird hier nicht der ursprünglich protestantische Fundamentalismus Anfang des 20. Jahrhunderts gemeint] Einige seien hier angeführt:

  • Verneine jede Art von Hörigkeit anderen Menschen gegenüber.
  • Verneine blinden Gehorsam. Auch höhere Gebote und Ordnungen darf man in Ruhe diskutieren und nach ihren Grund fragen.
  • Stehe autoritären Führen kritisch gegenüber. Was gut und >wahr< ist, erkennt nie nur ein Einzelner.
  • Hinterfrage, wenn andere Befehle Gottes für dich bekommen.
  • Steh‘ auf und schreite ein, wenn andere Menschen hörig gemacht oder deines Erachtens ausgenutzt werden sollen.
  • Unterscheide deutlich zwischen Gott, Gottes Offenbarung und der fehlbaren Auslegung durch uns Menschen.
  • Beschäftige dich viel und intensiv mit verschiedenen Auslegungsmöglichkeiten heiliger Texte.
  • Höre Andersdenkenden immer erst einmal zu. Werde ein erfreulicher Gesprächspartner.
  • Vermeide die Verquickung von Religion und Nationalismus 
  • Verwerfe und bekämpfe jede Art von Rassismus.
  • Überlege sehr genau, welche persönlichen Moralvorstellungen auch den Staat binden sollten.
  • Setze dich, wo immer möglich für Religionsfreiheit ein.
  • Unterscheide zwischen der Wahrheitsdiskussion zwischen den Religionen und dem Willen zum friedlichen politischen Zusammenleben. Unterstelle Friedensgesprächen zwischen den Religionsgemeinschaften nicht einfach synkretistische Absichten.

Erforschung des wahrscheinlichen Grabes Jesu

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Aktuell wird in Jerusalem das wahrscheinliche Grab Jesu untersucht.
Welt online berichtet, dass erstmals seit Jahrhunderten es wieder geöffnet wurde.

Das Grab befindet sich im Boden des Hügels Golgotha unterhalb der Grabeskapelle in der Rotunde der Kirche. Es ist durch Marmorplatten verschlossen, die seit dem Jahr 1555 nicht mehr bewegt wurden.
„Der Marmor wurde entfernt und wir waren überrascht von der Menge an Füllmaterial, die sich darunter befand“, sagte der Archäologe Fredrik Hiebert dem Magazin. „Die wissenschaftliche Analyse wird lange dauern, aber am Ende werden wir die Original-Felsenoberfläche begutachten können, auf die Christus‘ Leichnam der Überlieferung nach abgelegt wurde.“
[…]
Die modernen Techniken zur Dokumentation der Ausgrabung würden es den Menschen weltweit „ermöglichen, unsere Forschungsergebnis einmal so zu studieren, als wenn sie sich selbst im Grab Jesu befinden würden“, so Moropoulou. Von der Untersuchung des Felsenvorsprungs, auf dem Jesus nach der Kreuzigung zur Ruhe gelegt worden sein soll, erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse über die Beschaffenheit des gesamten Felsengrabes, das um das Jahr 1009 herum zerstört wurde.

 

Planen mit Vision

Wir Christen haben den Auftrag der Welt Gott groß zu machen. Dazu brauchen wir Ziele und Visionen.
Rick Warren nennt in einem Vortrag 8 Fragen die man sich bei Visionen stellen soll.

Noch einmal eine Zusammenfassung der Fragen:check-off-1345864_1920.png

  1. Was gebe ich auf (vom toten Pferd absteigen und nicht versuchen es lebendig zu peitschen)?
  2. Welche Kooperationen/Mitarbeiter habe ich?
  3. Welche vorhandenen Dinge kann ich zu etwas neuem kombinieren (alt + alt = neu)?
  4. Was kann ich weglassen, um das Ziel einfacher zu erreichen?
  5. Gibt es etwas vorhandenes, was nur wieder neu belebt werden braucht (vgl. im Kontrast dazu Frage 1)?
  6. Kann ich eine bestehende Handlung mit einem neuen Ziel und Motivation füllen (z.B. nichtchristliche Aktionen aus christlichen Motiven)?
  7. Was muss ich mit anderen Augen sehen – wo erkenne ich den Handlungsbedarf?
  8. Wie kann ich für andere für mein Vorhaben mobilisieren, faszinieren und begeistern?

24.06 – 10.07. – Pause

Der Blog macht eine kurze Sommerpause. Diese findet vom 24.06. bis zum 10.07.2016 statt.

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Das Wirken von J. Gresham Machen

Auf der diesjährigen E21 Konferenz hat Stephen Nichols einen Vortrag über J. Gresham Machen gehalten.
Sehenswert!
E21 schreibt folgendes zur Einleitung:

John Gresham Machen (1881–1937) gehört zu den einflussreichen Theologen des frühen 20. Jahrhunderts. 1905 studierte er für ein Jahr in Deutschland und geriet wegen des theologischen Liberalismus seines Professors Wilhelm Herrmann in einer Krise, die er aber dank Gottes Gnade überwand. Von 1915 bis 1929 war er Professor für Neues Testament am Princeton Theological Seminary. Wegen des dort einziehenden Liberalismus gründete er das Westminster Theological Seminary und prägte so das reformierte Christentum in Nordamerika. Dr. Stephen Nichols (Ligonier Ministries) stellt Leben und Werk von J.G. Machen vor und und weist auf überraschende Parallelen zu den theologischen Herausforderungen unserer Zeit hin

In eigener Sache – 1

Lang ist es her, dass hier Beiträge veröffentlicht wurden.
Dies hatte damit zu tun, dass ich mein Studium beendet hatte und eine neue Anstellung in der FeG Glauchau begann. Nebenher mache ich mein MTh.
Ich habe mir die Frage gestellt, ob ich entweder diesen Blog in die Versenkung verschwinden lasse oder neu belebe.
Die Entscheidung ist gefallen – es geht weiter.
Allerdings nur mit ca. 1-2 Beiträgen pro Woche.

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Der LUQS Verlag hört auf

Verlagstext:
Helft uns mit, die beliebten Francis Chan-Titel zu verkaufen!
Wir wollen bis zum 31.12. noch 4.865 Bücher verkaufen, um 1/3 unserer Schulden abzubauen. Dabei unterstützt uns der SCM-Shop, indem er auf einen Teil der üblichen Händlerrabatte verzichtet.
Bitte TEILEN, damit wir unser Ziel bis zum 31.12. erreichen!

http://www.scm-shop.de/themenwelten/leben-im-licht.html

Adventskalender – Logos

Bei Logos gibt es neben den „free-books of the month„, einen Adventskalender. Dort bekommt man jeden Tag ein Buch geschenkt(! 😉 )
Heute war es ein Buch von Wright über die Bibel.Unbenannt-1

 

 

Spurgeon-Konferenz 2015

Im August diesen Jahres war die Spurgeonkonferenz in München.
Jetzt sind die hörenswerten Vorträge online, sie sind hier abrufbar.

Das ALTE Testament (4)

Notwendigkeit

These 3:

Christen lernen aus dem Gesetz wichtige Prinzipien des gottgewollten Handeln

Bundestheologie
–> AT Gebote gültig wenn nicht ausdrücklich durch NT als nichtgültig/erfüllt erklärt

Dispensationalismus

–-> AT Gebote nur verbindlich wenn im NT wiederholt (vergl. Fee und Stuart)

Gesetze als Paradigma

–Notwendigkeit grundlegendes Prinzip der Argumentation kennen lernen

Anwendung auf verschiedene Situationen

  • 2.Mose 22,20-23,12

–Kein Bedrängen, kein Zins und Pfand, keine Unterdrückung vor Gericht

Sabbatjahr –> Prinzip: Schutz der Schwachen

Fazit

1.AT hat bei Jesus und Aposteln Autorität

2.AT zum NT Verständnis existenziell

3.AT lehrt gelebten Glauben

4.AT Gesetz lehrt wichtige Prinzipie

Das ALTE Testament (3)

Die Notwendigkeit:
These:
AT zum Verständnis zentraler NT Inhalte existenziell

1.Gottesverständnis
Jesus als Gott

  • –Anspruch Sündenvergebung (Ps103,3; Mk 2,1-12)
  • –Macht über Natur (Ps 65,8;89,10; Mk 4,35-41)
  • –Macht über Tod (5Mose 32,39; Mk 5,41-42)

Gottes Zuwendung

  • Lieben und ertragend (5Mose 7,6-8; Jes 46,3)
  • Helfend (Ps 7)
  • Richtend (Jes 19,1

2. Sühnevorstellung bzgl. Christologie

  • AT Sühnevorstellung zentral für Christologie
  • Mensch Existenz verwirkt
  • Weiterleben nur durch Sühne
  • Identifizierung mit Existenzhingabe eines Opfertieres
  • Prinzip der Stellvertretung

3. Messianische Texte bzgl. Christologie

  • AT sagt Jesus als Messias voraus
  • Notwendigkeit

4. Zeugnisse Gottes

  • Gott spricht
  • Gott nimmt sich Zeit
  • Gottes Gericht als Barmherzigkeit (Ziel Wiederherstellung)
  • Verborgenheit Gottes

5. Schöpfungstheologie & Missiologie

  • Gott der Schöpfer ist Eigentümer
  • Schöpfer gibt sich seinem Geschöpf hin

Ziel: Versöhnung

6. Anthropologische Akzente

  • Sündhaftigkeit Menschen–Durch Illustrationen & Erzählungen (David & Bathseba; Rachepsalmen)
  • Erschaffung im Bild Gottes –> Somit Verantwortung der Verwaltung

 

Endzeit & Offenbarung mit Martin-Lloyd-Jones (3/3)

[Abschluss einer Kurzserie über Lloyd Jones]
Verschiedenes:

Gerichte
Er beschreibt in einer Linie wie die Gerichte von 12, 13, bis zu den Zornschalen und dem Untergang Babylons in das große Endgericht münden.

Das Millenium
Lloyd-Jones diskutiert noch die verschiedenen Vorstellungen über das Tausendjährige Reich.

Die 1000 Jahre sieht er symbolisch. Er sieht sie als eine Zeitspanne zwischen dem ersten und zweiten Kommen von Christus. Bis Christus zum Gericht wiederkommt. Vor dieser Wiederkunft sieht er eine Zeitspanne einer kurzen Verfolgungszeit.

Lloyd-Jones beschäftigt sich auch mit der Frage, wer oder was der Antichrist ist. Er sieht bei Daniel einen politischen Aspekt und bei Paulus einen kirchlichen Aspekt des Antichristen erwähnt. Er hält es für möglich, dass sich beide Aspekte folgen.
Er glaubt, das am Ende der Antichrist sich in einer Person konzentrieren wird.

Die 70Jahrwochen.
Loyd-Jones stellt die verschiedenen Auslegungen vor. Die Lehre von einer geheimen Entrückung, die während der Jahrwochen stattfinden sollte lehnt er ab. Er sieht sie u.a. in der Kreuzigung Christi. Eine Lücke zwischen der 69 und 70 Jahrwoche sieht er nicht.

Endzeit & Offenbarung mit Martin-Lloyd-Jones (2/3)

Ein großes Thema für Lloyd Jones ist die Sicherheit der Erlösten.

Er zeigt dies anhand der Offenbarung auf. So ist eine der Botschaften „Euer Herr ist da und hat alles unter Kontrolle“.

Das Leid wird beschreiben, die Szenen in Offenbarung 6 sind eine Darstellung dessen, was mit Christen passiert.
Die Öffnung der sechs Siegel in Offenbarung 6 sind für Lloyd-Jones ein Bild dessen, was mit dem Vollk Gottes während des gesamten christlichen Zeitalters geschieht. Das mündet in Gottes Gericht.

Die Posaunen.
Lloyd Jones weist darauf hin, dass unter den Siegeln zu verstehen ist, was die Menschen dieser Welt dem Volke Gottes antun.

In den Posaunen wird gezeigt, wie Gott richtet. Es soll eine Parallele zu den Plagen von Ägypten sein.

Das Buch vor den beiden Zeugen beschreibt er:
„Es findet sich eine sehr interessante Aussage in Kapitel 10. Johannes wurde ein Buch gegen, dass dieser essen sollte. Und als er es aß, war es süß in seinem Mund, aber in seinem Bauch wurde es bitter. Das ist ein Bild, das wir aus dem Alten Testament kennen. Es bedeutet, dass nichts in dieser Welt so süß ist wie das Evangelium von der erlösenden Gnade. Wenn Sie es zum ersten Mal sehen und es wertschätzen und es kennen lernen, bringt es eine Süße mit sich, die nichts anderes in dieser Welt geben kann. Doch sobald Sie Christ geworden sind, werden Sie Probleme bekommen. Das Evangelium führt ins Leiden; es führt in Verfolgung.“

Zu den Kapiteln 12-14 sieht er Folgendes Vorhanden:
Die säkulare Weltmacht ist mit Christus und seinem Volk verfeindet. Sie stehen für Regierungen welche Gottes Volk verfolgt haben. Dazu hat der Teufel viele falsche Religionen herausgebracht. Sie werden vom Tier dargestellt und symbolisiert.

Endzeit & Offenbarung mit Martin-Lloyd-Jones (1/3)

In seinem Buch Gott und seine Gemeinde schreibt Martin Lloyd-Jones über sein „Endzeit“-Verständnis und seine Auslegung der Offenbarung.
Einige Grundzüge möchte ich hier vorstellen.

Zur Offenbarung schreibt Lloyd Jones, indem er zuerst sämtliche Interpretationsmöglichkeiten auflistet. Den futuristischen Ansatz lehnt er ab, da in der Offenbarung z.B. von der Fleischwerdung Christi gesprochen wird und Zeitgenössische Geschehnisse enthält. So ist für ihn das Buch für die Menschen zur Zeit des Johannes gedacht und relevant.
Er selbst vertritt einen geistlich historischen Ansatz.
Für ihn zeigt die Offenbarung die geistlichen Prinzipien.
So sollte die Kirche in der Verfolgung verstehen, was mit ihnen gescah und was mit ihnen noch geschehen soll.
Die Wahrheit sollte ihnen in einer bildlichen Darstellungsform ausgedrückt werden.
Diese dürfen nicht rein wörtlich sondern müssen symbolisch verstanden werden.

Er gliedert das Buch wie folgt:
Der erste Abschnitt beschreibt die Gemeinden als ganzes. Jesus wird inmitten seiner Gemeinde gezeigt.
Der zweite Abschnitt (4-7) zeigt ein Bild vom Himmel, und wie der Herr eine Botschaft für die ganze Gemeinde hat. Diese lautet, dass es Christus ist, der die Geschichte kontrolliert.
In 8-11 Finden wir Warnungen vor Gericht und eine Beschreibung der Kirche. Dazu wird die Fürbitte aufgezeigt.

12-14 beschreibt die Geburt Jesu, dr Wiederstand dagegen und den Anfang des christlichen Zeitalters.
In 15 und 16 finden wir nochmals Gericht.

17-19 zeigt wie der Herr sein erlöstes Volk behandelt. Dazu das Gericht über die beiden Tiere. Es zeigt den großen Unterschied zwischen den Erlösten und den Verlorenen.

20-22 zeigt, die Vollendung.

Erwählung – Eindrücke eines Vortrags

Diesen Monat war ich auf einem Vortrag zum Thema Erwählung.
Hier möchte ich einige Kerngedanken zur Diskussion stellen:

Relevante Bibelstellen sind u.a. Epheser 1,4-5; Römer 9,14ff; Philipper 2,13.
Die These für die Prädestination lautet (so der Vortrag): Christus starb nur für die Erwählten. Ein Abfallen vom Glauben ist nicht mehr möglich.

Folgende Fragestellungen sind demnach prägend:

1. Was bedeutet Erwählung?
2. Was bedeutet Bestimmung von Ewigkeit?
3. Was bedeutet Gott wirkt den Willen

1. Eph 1,4 – Erwählung
Gr. „eklegomai“–> Wählen, auswählen, herauslesen, herausrufen, zusammenrufen
Boten riefen mit Posaunen die Menschen an einem Ort heraus um ihnen eine Nachricht weiterzugeben.  -> Übertragen auf die Bibel bedeutet das: Die Gemeinde sind diejenigen welche Gottes Ruf gehört haben und gefolgt sind. Es gehen nicht alle raus, aber jeder habe die Möglichkeit. Die Herausgekommenen sind die Erwählten.

2. Bestimmung
Bedeutung: Verfügung, Festlegung, eigentliche Absicht/Sinn.
Die Frage ist, welches Verständnis der Schrift zugrunde liegt.
Gal 4,1-7: Bestimmt um Erben zu sein. Unmündige leben nicht nach ihrer Bestimmung. (V3 Unmündige = Unerlöst).
Bestimmung: Gotteskindschaft.
Leben in der Sünde, bzw. der in der Sünde lebende Mensch ist unündig und lebt nicht nach seiner Bestimmung.
-> In Christus wird der Mensch mündig. Status Gotteskindschaft.

Fazit:
Des Menschen eingentliche Bestimmung ist die Gotteskindschaft.
– Bestimmung und Ruf Gottes Kinder zu sein gibt es vor der Grundlegung der Welt. Diese gilt von Anfang an.
– Alle Menschen sind in ihrer Bestimmung nach erwählt Gemeinschaft mit Gott zu haben. Allerdings muss der Mensch diese Bestimmung ergreifen.

 

Ein Exkurs zu Römer 9:
Gesammtzusammenhang ist Gottes Weg mit Israel. Dieser Text ist nicht zu verallgemeinern.
Er spricht gegen den Hochmut des religiösen Menschen.
Er zeigt, dass Gott es kann und das seine Gnade umso größer ist, wenn er es nicht tut. (z.B. der Pharao wurde gewarnt).
Es liegt an seinem Erbarmen und nicht an unserem Willen.
Keiner hat den Anspruch auf Gottes Erbarmen.
Zorngefässe.
– Gott hat sich als stärker erweisen

  • Wiedersacher sind zum Verderben bestimmt
  • Es werden ausschließlich Bsp aus dem AT verwendet
  • Einzelfälle haben wir und keine universelle Heilskategorien
  • Wir haben keine Prinzipien zum verallgemeiner

Begriff der Erwählung meint die ursprüngliche Absicht.

Bibelstudium und die erste Liebe

Francis Chan spricht über die Zusammenhänge und Herausforderungen von einem intensiven Bibelstudium, das missionarische Brennen für nicht Gerettete und über die erste Liebe zu Christus.