Buchvorschau: Predigen – Tim Keller

Ende September erscheint ein Buch auf das ich besonders gespannt bin.
Timothy Kellers Buch „Preaching: Communicating Faith in an Age of Skepticism“ erscheint auf deutsch.
Predigen – Damit Gottes Wort Menschen erreicht.

Verlagstext:
Timothy Kellers Predigten erreichen jede Woche tausende von spätmodernen Skeptikern in Manhattan. Als Prediger und Theologie hat er Millionen von Menschen inspiriert. In „Predigen“ wendet er sich an alle, die Gottes Wort an andere Menschen weitergeben wollen – ob Pastoren oder Laien, ob Prediger auf der Kanzel oder Hauskreisleiter, Gemeindemitarbeiter, christliche Autoren oder Blogger.
Vielen Christen – auch Pastoren! – fällt es schwer, so vom Glauben zu reden, dass andere Menschen davon angesteckt werden und ihr Leben verändert wird. Sie sehen sich einer Kultur gegenüber, in der viele Menschen gegen jegliche Wahrheitsansprüche resistent geworden sind. Umso mehr brauchen die Menschen, Christen wir Nichtchristen, die Verkündigung des Evangeliums in ihrer Sprache und Gedankenwelt.

In „Predigen“ gibt Timothy Keller keine „Anleitung in sieben Schritten zur erfolgreichen Predigt“. Und er macht keine falschen Versprechungen: Ob die Predigt oder die Weitergabe des Evangeliums völlmächtig und lebensverändernd war und der Heilige Geist durch die Predigt wirken konnte, das hat kein Prediger in der Hand.
Aber Timothy Keller zeigt, was eine biblische Predigt ausmacht – eine Auslegungspredigt, die die Menschen erreicht: Was der Prediger sagt, ist nicht seine bloße Meinung. Er verkündet das Wort Gottes, wie er es in der Bibel gefunden hat (die Textpredigt ist deshalb die Regel, die Themapredigt die Ausnahme). Eine gute Predigt ist immer eine Predigt des Evangeliums von Jesus Christus und fasst damit die zentrale Botschaft der Bibel ins Auge. Und ein guter Prediger kommuniziert immer kontextuell – er spricht so, dass er die Lebenswelt der Hörer trifft: Ihre Probleme, ihre Zweifel, ihre Fragen, ihre Sprache.

Über die Endzeitrede predigen

Wie soll über die Endzeit oder über die Endzeitrede Jesu gepredigt werden?
Bei E21 bin ich auf folgenden Ratschlag gestoßen:

Ein weiser Prediger, der es mit diesem Text zu tun hat, wird einen besonderen Wert auf diesen Aspekt legen. Wenn Jesus Anweisungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse gibt, ist es nicht sein Ziel, unsere Neugier zu sättigen oder alle unsere spekulativen Fragen zu beantworten. Stattdessen ist es sein Ziel, sein Volk zu beschützen, zu führen und auszurüsten. Jesus hat sich relativ wenig mit der Frage nach dem „Wann“ beschäftigt. Sein Fokus lag auf der Frage: „Wie können wir treu im Glauben leben?“ Eine Predigt über diese Art von Texten sollte von Jesu Sorge um das Wohl und das Ausharren der Gemeinde geprägt sein.