Römerbriefkommentare

Ulrich Wilckens – Der Brief an die Römer – Evangelisch-Katholischer Kommentar.
Der Klassiker. Zu Recht ist dieser Kommentar weit im deutschsprachigen, aber auch im internationalen theologischen Raum verbreitet. Wilckens versteht es eine sehr gründliche, wissenschaftlich erstklassige Exegese abzuliefern.
Der Kommentar bietet eine sehr gründliche Analyse des Bibeltextes, fasst die hierin gewonnenen exegetischen Beobachtungen exzellent zusammen, zeigt die Wirkungsgeschichte der Texte auf und liefert zu dem noch ausführliche Exkurse.
Es ist ein Kommentar, der zurecht als eine Meisterleistung zu sehen ist. Wilckens wird nicht unbegründet an sämtlichen theologischen Ausbildungsstätten, von evangelikal bis liberal gelesen und geschätzt.
Es ist ein Kommentar den jeder Römerbriefexeget gebrauchen sollte.

87834_eckhard_j_schnabel_der_brief_des_paulus_an_die_roemer_kapitel_1-5Eckhard J. Schnabel – Der Brief des Paulus an die Römer (Kap 1-5) – HistorischTheologische Auslegung)
Neu, spannend und fundiert. Schnabels Kommentar zu den ersten 5 Kapiteln des Römerbriefes kam im Herbst 2015 heraus. Stolze 700 Seiten umfasst er. Im Besonderen die Kapitel über die Rechtfertigung wurden von mir zum Arbeiten verwendet. Mein erster Eindruck ist: Der Kommentar ist eine exegetische Meisterleistung. Schnabel versteht es eine wissenschaftlich perfekte Exegese lesergerecht abzuliefern. Die Texte werden gründlichst analysiert, auf verschiedene Auslegungsvarianten und aktuelle Diskussionen wird eingegangen und Antworten mit dem übrigen Schriftbefund sorgfältig abgewägt. Es ist ein evangelikaler Kommentar, der zumindest in der deutschen evangelikalen Welt kein Pendant finden kann. Ein Kommentar, der das Potenzial hat eine Standardlektüre im univeritären Bereich zu erlangen.

Peter Stuhlmacher – Der Brief an die Römer – Das Neue Testament Deutsch
Kurz, knapp und gut. Stuhlmachers Kommentar zu dem gesammten Brief an die Römer ist nicht lang. Gerade einmal 237 Seiten umfasst er.
Dennoch greife ich gerne auf ihn zurück.
Ja, es stimmt, die gründliche Exegese wie in den obrigen Kommentaren sind nicht zu finden. Vielmehr werden die Ergebnisse seiner Forschung in diesem Kommentar zusammfassend dargelegt, allerdings mit exegetischen Einzelaspekten. Spannend sind auch seine Exkurse. Besonders in der Frage der Rechtfertigung liefert Stuhlmacher hier eine spannende Arbeit. Der Kommentar lohnt sich für ein kurzes Nachschlagen, ist leicht lesbar und zu empfehlen.