Logos 7 auf Deutsch erhältlich

Diese Woche war es soweit. Das deutsche Logos 7 ist auf dem Markt.
Hier kann sich auf der Website ein Überblick eingeholt werden.
Neu dabei sind u.a. „Herders Theologischer Kommentar“, das „Exegetische Wörterbuch zum Neuen Testament“ und der „Theologische Kommentar zum neuen Testament“.
Weitere Infos
hier.

Endzeit & Offenbarung mit Martin-Lloyd-Jones (3/3)

[Abschluss einer Kurzserie über Lloyd Jones]
Verschiedenes:

Gerichte
Er beschreibt in einer Linie wie die Gerichte von 12, 13, bis zu den Zornschalen und dem Untergang Babylons in das große Endgericht münden.

Das Millenium
Lloyd-Jones diskutiert noch die verschiedenen Vorstellungen über das Tausendjährige Reich.

Die 1000 Jahre sieht er symbolisch. Er sieht sie als eine Zeitspanne zwischen dem ersten und zweiten Kommen von Christus. Bis Christus zum Gericht wiederkommt. Vor dieser Wiederkunft sieht er eine Zeitspanne einer kurzen Verfolgungszeit.

Lloyd-Jones beschäftigt sich auch mit der Frage, wer oder was der Antichrist ist. Er sieht bei Daniel einen politischen Aspekt und bei Paulus einen kirchlichen Aspekt des Antichristen erwähnt. Er hält es für möglich, dass sich beide Aspekte folgen.
Er glaubt, das am Ende der Antichrist sich in einer Person konzentrieren wird.

Die 70Jahrwochen.
Loyd-Jones stellt die verschiedenen Auslegungen vor. Die Lehre von einer geheimen Entrückung, die während der Jahrwochen stattfinden sollte lehnt er ab. Er sieht sie u.a. in der Kreuzigung Christi. Eine Lücke zwischen der 69 und 70 Jahrwoche sieht er nicht.

Endzeit & Offenbarung mit Martin-Lloyd-Jones (2/3)

Ein großes Thema für Lloyd Jones ist die Sicherheit der Erlösten.

Er zeigt dies anhand der Offenbarung auf. So ist eine der Botschaften „Euer Herr ist da und hat alles unter Kontrolle“.

Das Leid wird beschreiben, die Szenen in Offenbarung 6 sind eine Darstellung dessen, was mit Christen passiert.
Die Öffnung der sechs Siegel in Offenbarung 6 sind für Lloyd-Jones ein Bild dessen, was mit dem Vollk Gottes während des gesamten christlichen Zeitalters geschieht. Das mündet in Gottes Gericht.

Die Posaunen.
Lloyd Jones weist darauf hin, dass unter den Siegeln zu verstehen ist, was die Menschen dieser Welt dem Volke Gottes antun.

In den Posaunen wird gezeigt, wie Gott richtet. Es soll eine Parallele zu den Plagen von Ägypten sein.

Das Buch vor den beiden Zeugen beschreibt er:
„Es findet sich eine sehr interessante Aussage in Kapitel 10. Johannes wurde ein Buch gegen, dass dieser essen sollte. Und als er es aß, war es süß in seinem Mund, aber in seinem Bauch wurde es bitter. Das ist ein Bild, das wir aus dem Alten Testament kennen. Es bedeutet, dass nichts in dieser Welt so süß ist wie das Evangelium von der erlösenden Gnade. Wenn Sie es zum ersten Mal sehen und es wertschätzen und es kennen lernen, bringt es eine Süße mit sich, die nichts anderes in dieser Welt geben kann. Doch sobald Sie Christ geworden sind, werden Sie Probleme bekommen. Das Evangelium führt ins Leiden; es führt in Verfolgung.“

Zu den Kapiteln 12-14 sieht er Folgendes Vorhanden:
Die säkulare Weltmacht ist mit Christus und seinem Volk verfeindet. Sie stehen für Regierungen welche Gottes Volk verfolgt haben. Dazu hat der Teufel viele falsche Religionen herausgebracht. Sie werden vom Tier dargestellt und symbolisiert.

Endzeit & Offenbarung mit Martin-Lloyd-Jones (1/3)

In seinem Buch Gott und seine Gemeinde schreibt Martin Lloyd-Jones über sein „Endzeit“-Verständnis und seine Auslegung der Offenbarung.
Einige Grundzüge möchte ich hier vorstellen.

Zur Offenbarung schreibt Lloyd Jones, indem er zuerst sämtliche Interpretationsmöglichkeiten auflistet. Den futuristischen Ansatz lehnt er ab, da in der Offenbarung z.B. von der Fleischwerdung Christi gesprochen wird und Zeitgenössische Geschehnisse enthält. So ist für ihn das Buch für die Menschen zur Zeit des Johannes gedacht und relevant.
Er selbst vertritt einen geistlich historischen Ansatz.
Für ihn zeigt die Offenbarung die geistlichen Prinzipien.
So sollte die Kirche in der Verfolgung verstehen, was mit ihnen gescah und was mit ihnen noch geschehen soll.
Die Wahrheit sollte ihnen in einer bildlichen Darstellungsform ausgedrückt werden.
Diese dürfen nicht rein wörtlich sondern müssen symbolisch verstanden werden.

Er gliedert das Buch wie folgt:
Der erste Abschnitt beschreibt die Gemeinden als ganzes. Jesus wird inmitten seiner Gemeinde gezeigt.
Der zweite Abschnitt (4-7) zeigt ein Bild vom Himmel, und wie der Herr eine Botschaft für die ganze Gemeinde hat. Diese lautet, dass es Christus ist, der die Geschichte kontrolliert.
In 8-11 Finden wir Warnungen vor Gericht und eine Beschreibung der Kirche. Dazu wird die Fürbitte aufgezeigt.

12-14 beschreibt die Geburt Jesu, dr Wiederstand dagegen und den Anfang des christlichen Zeitalters.
In 15 und 16 finden wir nochmals Gericht.

17-19 zeigt wie der Herr sein erlöstes Volk behandelt. Dazu das Gericht über die beiden Tiere. Es zeigt den großen Unterschied zwischen den Erlösten und den Verlorenen.

20-22 zeigt, die Vollendung.

Erwählung – Eindrücke eines Vortrags

Diesen Monat war ich auf einem Vortrag zum Thema Erwählung.
Hier möchte ich einige Kerngedanken zur Diskussion stellen:

Relevante Bibelstellen sind u.a. Epheser 1,4-5; Römer 9,14ff; Philipper 2,13.
Die These für die Prädestination lautet (so der Vortrag): Christus starb nur für die Erwählten. Ein Abfallen vom Glauben ist nicht mehr möglich.

Folgende Fragestellungen sind demnach prägend:

1. Was bedeutet Erwählung?
2. Was bedeutet Bestimmung von Ewigkeit?
3. Was bedeutet Gott wirkt den Willen

1. Eph 1,4 – Erwählung
Gr. „eklegomai“–> Wählen, auswählen, herauslesen, herausrufen, zusammenrufen
Boten riefen mit Posaunen die Menschen an einem Ort heraus um ihnen eine Nachricht weiterzugeben.  -> Übertragen auf die Bibel bedeutet das: Die Gemeinde sind diejenigen welche Gottes Ruf gehört haben und gefolgt sind. Es gehen nicht alle raus, aber jeder habe die Möglichkeit. Die Herausgekommenen sind die Erwählten.

2. Bestimmung
Bedeutung: Verfügung, Festlegung, eigentliche Absicht/Sinn.
Die Frage ist, welches Verständnis der Schrift zugrunde liegt.
Gal 4,1-7: Bestimmt um Erben zu sein. Unmündige leben nicht nach ihrer Bestimmung. (V3 Unmündige = Unerlöst).
Bestimmung: Gotteskindschaft.
Leben in der Sünde, bzw. der in der Sünde lebende Mensch ist unündig und lebt nicht nach seiner Bestimmung.
-> In Christus wird der Mensch mündig. Status Gotteskindschaft.

Fazit:
Des Menschen eingentliche Bestimmung ist die Gotteskindschaft.
– Bestimmung und Ruf Gottes Kinder zu sein gibt es vor der Grundlegung der Welt. Diese gilt von Anfang an.
– Alle Menschen sind in ihrer Bestimmung nach erwählt Gemeinschaft mit Gott zu haben. Allerdings muss der Mensch diese Bestimmung ergreifen.

 

Ein Exkurs zu Römer 9:
Gesammtzusammenhang ist Gottes Weg mit Israel. Dieser Text ist nicht zu verallgemeinern.
Er spricht gegen den Hochmut des religiösen Menschen.
Er zeigt, dass Gott es kann und das seine Gnade umso größer ist, wenn er es nicht tut. (z.B. der Pharao wurde gewarnt).
Es liegt an seinem Erbarmen und nicht an unserem Willen.
Keiner hat den Anspruch auf Gottes Erbarmen.
Zorngefässe.
– Gott hat sich als stärker erweisen

  • Wiedersacher sind zum Verderben bestimmt
  • Es werden ausschließlich Bsp aus dem AT verwendet
  • Einzelfälle haben wir und keine universelle Heilskategorien
  • Wir haben keine Prinzipien zum verallgemeiner

Begriff der Erwählung meint die ursprüngliche Absicht.